Richtiges Zitieren (5): Was muss ich bei einem Kurzbeleg beachten?

Das Zitieren mit Kurzbeleg im Text hat sich in der Praxis weitgehend durchgesetzt. Es ist jedoch nicht einheitlich geregelt: Wie Sie konkret vorgehen, ist je nach Zitierstil unterschiedlich und kann auch je nach Fachbereich individuell geregelt sein. Werfen Sie also zunächst einen Blick in den Zitierleitfaden Ihres Fachbereichs. Falls Sie dort nicht fündig werden, finden Sie im Folgenden einige Antworten auf Fragen, die uns regelmäßig zu diesem Thema gestellt werden:

  • Wie belege ich ein Zitat direkt im Satz?
  • Wie belege ich ein sinngemäßes und ein wörtliches Zitat in einem Satz?
  • Was tun, wenn die Zitate in der Quelle auf unterschiedlichen Seiten stehen?
  • Wohin kommt die Quellenangabe?
  • Muss ich bei einem Kurzbeleg immer eine Seitenzahl angeben?
  • Wann geht es auch ohne Seitenzahlen?
  • Wie gebe ich den Kurzbeleg einer Quelle an, die von mehreren Autoren stammt?
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Richtiges Zitieren (5): Was muss ich bei einem Kurzbeleg beachten?

Richtiges Zitieren (4): Welche Zitiertechnik ist die beste?

Vollbeleg- oder Kurzbelegmethode, Fußnoten- oder Im-Text-Zitierweise, Harvard Notation, APA Style oder deutsche Zitiermethode – diese Begriffe tauchen immer wieder auf, wenn es um das richtige Zitieren geht. Bevor ich näher auf verschiedene Zitiertechniken eingehe, möchte ich verdeutlichen, welche Begriffe zum Zitieren in der Literatur vorkommen und wie sie voneinander abgegrenzt werden können (obwohl sie gelegentlich synonym verwendet werden):

  • Die Zitiertechnik beschreibt, wie Sie beim Zitieren vorgehen können. Als „traditionelle Zitiertechniken“ lassen sich der Vollbeleg und der Kurzbeleg unterscheiden (Theisen 2017, S. 161). Die Zitiertechnik (oder Zitiermethode) kann sich aber auch darauf beziehen, ob Sie die Quellenangaben in den Fußnoten oder direkt im Text unterbringen. Um diese Möglichkeiten wird es in diesem Artikel gehen.
  • Zitierweise ist ein umfassender Begriff. Er drückt allgemein aus, auf welche Art und Weise Sie zitieren: ob mit Vollbeleg oder Kurzbeleg, ob nach der amerikanischen oder deutschen Zitierweise, ob mit oder ohne „vgl.“ usw.
  • Der Begriff Zitierstil bezieht sich auf einen bestimmten Zitierstil einer Institution oder Organisation, zum Beispiel auf den APA Style der American Psychological Association oder den Vancouver-Stil der International Committee of Medical Journal Editors. (Auf die einzelnen Zitierstile gehe ich in eigenen Artikeln ein, die demnächst erscheinen.)
  • Der Begriff Zitierform wird in der Literatur eher selten verwendet. Es gibt hingegen verschiedene Formen von Zitaten – nämlich das wörtliche (direkte) und sinngemäße (indirekte) Zitat – und unterschiedliche Formen des Kurzbelegs, zum Beispiel Autor Jahr (Müller 1950) oder Autor Kurztitel (Müller, Einsatz). Letzteres wird auch als Zitiersystem

Im Folgenden geht es also um die verschiedenen Zitiertechniken – Vollbeleg oder Kurzbeleg bzw. Belegen der Quellen im Text oder in Fußnoten – und was Sie dabei beachten sollten.

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Richtiges Zitieren (4): Welche Zitiertechnik ist die beste?

Das Für und Wider von sic – was tun bei Fehlern in Zitaten?

Im Rahmen unseres Korrekturlesens machen wir aus dem Bestanteil einen Bestandteil und aus dem Standart den Standard. Was aber, wenn ein solcher Fehler in einer Textstelle steht, die Sie wörtlich zitieren möchten? Laut gängigen Ratgebern haben Sie hier keine Wahl: Sie müssen diese Textstelle buchstabengetreu wiedergeben, also mit dem Fehler. Und damit niemand denkt, dass dieser Fehler von Ihnen stammen könnte, geben Sie dahinter [sic] (lateinisch für: wirklich so) an.

Doch ist das wirklich immer die einzige bzw. die beste Lösung? Dieser Blog-Eintrag beschäftigt sich mit dem Für und Wider von sic.

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Das Für und Wider von sic – was tun bei Fehlern in Zitaten?

Richtiges Zitieren (1): Wo und wie viel muss ich zitieren?

Gedankengut fremder Autoren, das Sie in Ihrer Arbeit verwenden, muss als solches kenntlich gemacht und belegt werden – das ist eine der wichtigsten Regeln wissenschaftlichen Arbeitens. Zitierratgeber machen aber nur selten Angaben dazu, welche Aussagen Sie ohne Beleg anführen dürfen und welche Sie belegen müssen. Gerade bei diesem Punkt kommen Studierende leicht ins Straucheln. Dieser Blog-Eintrag beschäftigt sich damit, was in puncto Zitieren und Belegen erlaubt ist und was nicht.

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Richtiges Zitieren (1): Wo und wie viel muss ich zitieren?

Richtiges Zitieren (2): Welche Aussagen muss ich belegen – und welche nicht?

Nicht belegen brauchen Sie allgemeine Sachverhalte, die unumstößlich sind, wie Lebensdaten von Personen oder Jahresangaben bestimmter Ereignisse. Auch Allerweltsformulierungen brauchen Sie nicht zu belegen, wie zum Beispiel: Im Folgenden wird gezeigt, dass …, auch wenn dies der fiktive Autor Dennis Dreyer in seinem (ebenso fiktiven) Buch Pudel in Kitas ebenso formuliert hat.

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Richtiges Zitieren (2): Welche Aussagen muss ich belegen – und welche nicht?

Richtiges Zitieren (3): Wann sollte ich wörtlich und wann sinngemäß zitieren?

Ein wörtliches Zitat ist direkt und unverfälscht und damit gegenüber einem sinngemäßen Zitat zu bevorzugen – davon gehen offenbar viele Studierende aus, wie wir im Rahmen des Wissenschaftslektorats immer wieder feststellen. Das Gegenteil ist jedoch meist der Fall. Dieser Blog-Artikel beschäftigt sich damit, wann Sie wörtlich zitieren sollten – und warum sinngemäße Zitate meist zu bevorzugen sind.

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Richtiges Zitieren (3): Wann sollte ich wörtlich und wann sinngemäß zitieren?