Richtiges Zitieren (8): Welche Zitierregeln gelten unabhängig vom gewählten Zitierstil?

Ein Zitierstil macht Angaben dazu, wie Sie im Text ein Zitat belegen (zum Beispiel ob direkt im Text oder in einer Fußnote) und auf welche Weise diese Quelle im Literaturverzeichnis aufgeführt wird (ob zum Beispiel die Angaben durch Punkt, Komma oder Doppelpunkt von­einander getrennt werden).

In den Handbüchern zum jeweiligen Zitierstil steht aber meist noch mehr als das: nämlich auch etwas dazu, ob beim erneuten Zitieren aus derselben Quelle der Quellenbeleg wieder hingeschrieben wird oder ob „ebd.“ verwendet wird, oder ob „vgl.“ vor einem Quellenbeleg notiert wird und wenn ja, wann. Diese Zitierregeln sind nicht spezifisch für einen bestimmten Zitierstil, sondern gelten meist unabhängig von diesem. Einige dieser Zitierregeln stelle ich im Folgenden beispielhaft dar – und zwar solche, die unserer Erfahrung nach vielen Studierenden Probleme bereiten oder Fragen aufwerfen.

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Richtiges Zitieren (8): Welche Zitierregeln gelten unabhängig vom gewählten Zitierstil?

Richtiges Zitieren (6): Was muss ich beim Literaturverzeichnis beachten?

Ein Literaturverzeichnis verzeichnet alle Quellen, aus denen Sie in Ihrer Arbeit zitiert haben. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich (fast) alle Vorgaben zum Aufbau eines Literaturverzeichnisses bringen lassen.

Dann fangen aber die Fragen an: Muss ich es weiter unterteilen? Wie ordne ich die Einträge an? Wie verfahre ich, wenn es mehrere Quellen desselben Autors gibt? Und in welcher Reihenfolge stehen die Einzelangaben in einem Eintrag?

Das ist je nach Zitierstil (zum Beispiel Harvard, APA, Chicago Style) unterschiedlich. Informationen dazu finden Sie vielleicht in Ihren Zitierrichtlinien. Im Folgenden gehe ich auf zitierstilübergreifende Fragen ein, bei denen unserer Erfahrung nach oft ein gewisser Auslegungsspielraum besteht.

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Richtiges Zitieren (6): Was muss ich beim Literaturverzeichnis beachten?

Aufzählung von mehreren gleichrangigen Begriffen:

„Paula, Mirko, Leila und Schorsch“

Aufzählungen mehrerer Begriffe im Fließtext – wie langweilig, werden Sie sagen. Wohl wahr. Ich hätte es zunächst selbst nicht für möglich gehalten, dass sich dieses Thema als Stoff für einen (auch noch längeren) Ratgeberartikel eignet. Vielmehr hat es sich nach und nach an die Oberfläche gearbeitet, bis mir irgendwann klar war, dass es sich gut für einen solchen Artikel eignet. Denn zum einen müssen wohl in fast allen Arbeiten verschiedene Dinge aufgezählt werden, und zum anderen lauern hier ungeahnte Fallstricke, wie ich im Rahmen des Lektorats immer wieder merke. Daher lohnt es sich, dem einmal nachzugehen.

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Aufzählung von mehreren gleichrangigen Begriffen:

An den/die LeserIn? Die geschlechtsneutrale Schreibweise

Schüler und Schülerinnen, SchülerInnen, Schüler/‑innen oder SuS? Beim Verfassen einer Bachelor-, Masterarbeit oder Dissertation kommt heute niemand mehr daran vorbei, sich mit dem Thema geschlechtsneutrales Schreiben zu beschäftigen. Doch gibt es überhaupt eine geschlechtsneutrale Schreibweise und welche Schreibweise ist sinnvoll oder empfehlenswert? Wir geben einen Überblick.

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An den/die LeserIn? Die geschlechtsneutrale Schreibweise

Ist ein Lektorat erlaubt?

Einige Studierende fragen sich, ob ein Lektorat erlaubt sei. Mit der Plagiatsaffäre um Guttenberg ist die Frage der Eigenständigkeit einer wissenschaftlichen Leistung in den Blick geraten. Daher sind viele verunsichert, wo denn die Grenzen des Zulässigen liegen, wenn man sich Unterstützung bei der Fertigstellung einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation von außen holt. In vielen Berufsgruppen ist es üblich, Vorträge oder Artikel von Externen schreiben zu lassen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten sieht dies jedoch – zu Recht – anders aus. Schließlich sollen Sie damit nicht nur Ihre Fachkenntnis nachweisen, sondern auch Ihre Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten. Darf ein Lektoratsbüro Sie also während der Abschlussphase Ihrer Arbeit unterstützen?

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Ist ein Lektorat erlaubt?

Stilblüten der deutschen Sprache

… werden Sie in diesem Blog nicht finden. Das hat nichts mit Humorlosigkeit zu tun. Auch wir amüsieren uns gern über lustige Wortverdreher auf Plakaten oder Speisekarten. Warum wir diese hier aber nicht wiedergeben möchten, hat zwei Gründe:

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Stilblüten der deutschen Sprache

Wann ist ein Lektorat erforderlich?

Ob bei Ihrem Text ein Lektorat erforderlich ist, diese Frage können nur Sie selbst beantworten. Üblicherweise ist eine Abschlussarbeit nicht die erste wissenschaftliche Arbeit, die jemand schreibt. Daher sollte man mit den Kriterien des wissenschaftlichen Schreibens vertraut sein. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Wer an seinem Fachbereich nicht die erforderliche oder gewünschte Unterstützung durch seinen Professor oder seine Betreuerin erhält, fühlt sich oft unsicher und hat ein besseres Gefühl, wenn seine Arbeit noch mal von einer außenstehenden Person überprüft wird.

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Wann ist ein Lektorat erforderlich?

Der Umgang mit dem Plagiat – ein Blog-Eintrag auch in eigener Sache

Gut fünf Jahre ist die Plagiatsaffäre um den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nun her. Das Thema hat seitdem nichts an Aktualität verloren. Kaum eine Universität, die nicht dazu Stellung nimmt, was Studierenden im Falle eines aufgedeckten Plagiates droht – und kaum ein Doktorand, der nicht weiß, dass es zu den wissenschaftlichen Todsünden gehört, wörtliche oder sinngemäße Zitate nicht zu belegen.

Daher erscheint es schwer vorstellbar, dass auch heute noch eine Studentin Textpassagen wörtlich in ihrer eigenen Arbeit verwendet, ohne sie als direktes Zitat zu kennzeichnen, oder dass ein Doktorand die Erkenntnisse eines eher unbekannten Verfassers als eigene Schlussfolgerungen ausgibt. Ein Plagiat liegt ja bekanntlich nicht nur dann vor, wenn Textpassagen wörtlich aus einer Arbeit eines anderen Verfassers übernommen werden, ohne dies kenntlich zu machen, sondern auch dann, wenn sinngemäß etwas von einer anderen Person übernommen wird, ohne darauf hinzuweisen.

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Der Umgang mit dem Plagiat – ein Blog-Eintrag auch in eigener Sache

Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis

Eine Abkürzung wird bei der ersten Nennung ausgeschrieben und in Klammern hinter das Wort gesetzt – so steht es in den meisten Vorgaben für wissenschaftliches Arbeiten. Das klingt logisch und plausibel. In der Praxis erweist sich dies aber oft als fraglich: Würden Sie wirklich schreiben: „Dies entspricht dem Vorgehen in den United States of America (USA)“? Oder: „Gemeint ist zum Beispiel (z. B.) das folgende Verfahren“? Damit würden Sie dem Leser unterstellen, dass er nicht weiß, was „USA“ oder „z. B.“ bedeutet. Dies ist auch der Fall, wenn Sie diese Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis aufführen, damit er oder sie dort nachschlagen kann.

Was also tun? Müssen wirklich alle Abkürzungen dort aufgenommen werden?

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Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis