Den Titel einer wissenschaftlichen Arbeit formulieren

Das Thema Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit oder Dissertation ist gefunden. Nun geht es daran, den Titel Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu formulieren. Wie gelingt es Ihnen, aus dem Thema (bzw. der Forschungsfrage, der Sie in Ihrer Arbeit nachgehen möchten) einen aussagekräftigen Titel zu formulieren? Hier gibt es einiges zu beachten.

Wie bereits in einem anderen Ratgeberartikel ausgeführt, kam Ihnen die Idee zum Thema Ihrer Arbeit aus einem persönlichen Interesse heraus: Angenommen, Sie studieren Pädagogik und sind in Ihrer Freizeit viel mit Ihrem Pudel unterwegs und nehmen auch regelmäßige Besuchsdienste in einem Altenheim wahr. Daher möchten Sie gern untersuchen, ob eine bestimmte Hunderasse, nämlich Pudel, besonders gut für den Einsatz im Rahmen der tiergestützten Pädagogik in einer Kita geeignet ist.

Wie können Sie nun den Titel einer wissenschaftlichen Arbeit formulieren? Der Titel sollte bestimmte Anforderungen erfüllen, die unmittelbar nachvollziehbar sind: Er sollte das gewählte Thema möglichst präzise wiedergeben, auch für Außenstehende verständlich sein; er sollte keine Ergebnisse vorwegnehmen und ohne Emotionen sowie sachlich-neutral formuliert sein. Zugleich sollte der Titel Interesse beim Leser wecken – wobei dies für eine Bachelor- oder Masterarbeit nur eingeschränkt relevant ist, weil diese Arbeiten an der Hochschule oder Uni bleiben und meist nur von den Prüfern und Prüferinnen gelesen werden.

Die Anforderungen können unterteilt werden in inhaltliche Aspekte und Aspekte zur Formulierung. Das werde ich im Folgenden einzeln näher ausführen.

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Den Titel einer wissenschaftlichen Arbeit formulieren

Das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit finden

Ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation – am Anfang steht immer die Frage: Wie kann ich das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit finden? Es sollte nicht nur interessant sein, sondern sich auch gut eingrenzen lassen – damit Sie sich nicht verzetteln, sondern rechtzeitig fertig werden. Dieser Beitrag gibt Tipps, was Sie bei der Themenfindung beachten sollten.

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Das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit finden

Zum Gebrauch der Präpositionen

Neulich las ich in der Einleitung einer BWL-Bachelorarbeit, die ich zum Lektorat erhalten hatte, dass im Rahmen des folgenden Kapitels Aspekte bezüglich der Effektivität der neuen Strategie untersucht werden sollen. Viel zu kompliziert, dachte ich spontan – aber nicht die Aufgabenstellung, sondern die Formulierung: Warum nicht einfach im folgenden Kapitel Aspekte zur Effektivität der neuen Strategie untersuchen?

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Zum Gebrauch der Präpositionen

Aufzählung von mehreren gleichrangigen Begriffen:

„Paula, Mirko, Leila und Schorsch“

Aufzählungen mehrerer Begriffe im Fließtext – wie langweilig, werden Sie sagen. Wohl wahr. Ich hätte es zunächst selbst nicht für möglich gehalten, dass sich dieses Thema als Stoff für einen (auch noch längeren) Ratgeberartikel eignet. Vielmehr hat es sich nach und nach an die Oberfläche gearbeitet, bis mir irgendwann klar war, dass es sich gut für einen solchen Artikel eignet. Denn zum einen müssen wohl in fast allen Arbeiten verschiedene Dinge aufgezählt werden, und zum anderen lauern hier ungeahnte Fallstricke, wie ich im Rahmen des Lektorats immer wieder merke. Daher lohnt es sich, dem einmal nachzugehen.

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Aufzählung von mehreren gleichrangigen Begriffen:

Über Pudel und Möpse – vor allem aber über „und“

Zu Aufzählungen von zwei gleichrangigen Begriffen im Fließtext

A und B – A sowie B – zum einen A, zum anderen B – einerseits A, andererseits aber auch B – was ist die beste Möglichkeit, um zwei gleichrangige Dinge miteinander zu verbinden? So eine banale Frage, möchte man meinen. Auf welche Irrwege man hier aber geraten kann, möchte ich unter die Lupe nehmen – und Tipps geben, wie man sie vermeidet.

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Über Pudel und Möpse – vor allem aber über „und“

Wer A sagt, muss auch bei A bleiben – die Kasuskongruenz

Neulich las ich im Rahmen des Lektorats einer Bachelorarbeit folgende Formulierung: die Bedeutung des Staates als solchem. Gemeint ist, dass der Staat als solcher eine Bedeutung hat. Aber wie kommt die Autorin auf „solchem“? Für die Wahl des Dativs (Wem-Fall) gibt es hier keinen Grund; er ist laut Grammatikregeln nicht korrekt (es geht nur die Kasuskongruenz, doch dazu später). Und dennoch wird an solchen und ähnlichen Wendungen häufig der Dativ verwendet. Dem möchte ich in diesem Beitrag einmal nachgehen.

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Wer A sagt, muss auch bei A bleiben – die Kasuskongruenz

Konjunktiv und indirekte Rede: Wie kann ich den Konjunktiv umgehen?

Okay, die Überschrift ist irreführend: in einer wissenschaftlichen Arbeit auf den Konjunktiv verzichten? Das kann nicht euer Ernst sein! Die richtige Verwendung des Konjunktivs ist doch die Königsdisziplin des wissenschaftlichen Schreibens. Wie soll man ohne Konjunktiv verdeutlichen, wo die eigene Meinung aufhört und die einer anderen Person anfängt?

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Konjunktiv und indirekte Rede: Wie kann ich den Konjunktiv umgehen?

Konjunktiv und indirekte Rede: Bildung und Gebrauch von Konjunktiv I und II

Irrealis, Faktizität, irreale Aussage‑, Wunsch- und Finalsätze – diese Begriffe tauchen in vielen Artikeln zum richtigen Gebrauch von Konjunktiv und indirekter Rede auf. Das macht wenig Mut, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Dieser Blogartikel zeigt: Es geht auch anders!

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Konjunktiv und indirekte Rede: Bildung und Gebrauch von Konjunktiv I und II

Präsens oder Präteritum? Die Wahl der richtigen Zeitform

Durchgängig Präsens? Oder Präsens und Präteritum gemischt? Die Frage, welche Zeitform in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden soll, gehört zu den häufigsten Fragen, die an unser Lektorat herangetragen werden. In diesem Artikel schaffen wir Klarheit.

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Präsens oder Präteritum? Die Wahl der richtigen Zeitform